Mit dem MC20 wagte Maserati 2020 das Comeback im Segment der Supersportler. So recht ist dieser aber bis heute nicht gelungen. Nun gibt es ein Facelift – samt einem neuen Namen: Maserati MCPura.
Aus MC20 wird MCPura. Fünf Jahre nach Marktstart bekommt der bisher mäßig erfolgreiche Renner ein Lifting. Wobei dieses recht dezent ausfällt. Am auffälligsten ist da noch der neue Name, eben MCPura. Apropos: MC steht für Maserati Corsa, der Motorsportsparte des traditionsreichen PS-Labels. Das neue „Pura“ ist italienisch und heißt so viel wie „rein“.
Nix Hybrid: sechs Zylinder ohne E
Das passt. Denn Maserati setzt beim MC20 bzw. MCPura auf einen V6-Biturbo ohne jede Elektro-Unterstützung. Ganz im Gegensatz zur Konkurrenz – Ferrari 296, McLaren Artura und Co. -, die mittlerweile reihenweise auf hybride Power setzt. Dagegen ist die Marke mit dem legendären Dreizack (noch) herrlich altmodisch.
Beim V6-Biturbo bleibt es dann auch im „neuen“ Maserati MCPura. Wobei der Sechsender auf dem Alfa Romeo V6 basiert, der wiederum vom Ferrari V8-Twinturbo abstammt. So oder so ist dieser 3,0-l-V6 der einzige in einem Serienauto, der auf Vorkammerzündung setzt. Entsprechend sorgt eine winzige Brennkammer samt eigener Zündkerze vor der eigentlichen Hauptkammer für eine schnellere Verbrennung.
So liegen im Maserati MCPura 630 Pferde und 720 Nm an, die der Bolide auf seine Hinterhufe stemmt. So rennt der Italo-Vollblüter in 2,9 Sekunden von null auf 100. Spitze: 325 km/h: Die angeflanschte 8-Gang-DSG stammt wiederum von Tremec und sorgt auch in der Corvette für die Gangwechsel.
Maserati MCPura: nur Detailretuschen
Ansonsten ist der „neue“ Renner nur im Detail und besonders in punkto Aero aufgefrischt. Hier setzte Maserati übrigens auf Hilfe von Dallara, Italiens erfolgreichsten Produzenten von Rennwagen. Das Fazit der Kooperation: ein größerer (optionaler) Spoiler, Verkleidungen im Stile des GT2 Stradale und diverse Optimierungen am Unterboden. Auch beim MCPura Cielo – der Cabrioversion – besserte Maserati die Aerodynamik sowie das Wärmemanagement nach. So soll dieser bei offenem Dach keine Performance mehr verlieren.

Innen zeigt der Pura eine neue Alcantara-Ausstattung, außerdem das (wieder optionale) GT2 Stradale-Lenkrad aus Carbon. Ebenfalls aktualisiert: das Infotainment samt Performance Pages und Echtzeitdaten. Die Kohlefaser-Karosserie bekommt zudem ein paar neue Lackierungen. Das war es dann schon an Neuheiten. Allzu groß fallen die Unterschiede zwischen MC20 und MCPura also tatsächlich nicht aus.
Maserati setzt auf Limitierung
Ob der MCPura nun mehr Käufer findet, bleibt dennoch fraglich. Allein in Deutschland sind die verkauften Modelle mehr als überschaubar. 2020 wurden die Italiener bei uns gerade mal 44 Modelle los, 2021 dann 55. 2023 schoss der Absatz auf 76 Modelle hoch. Weil Maserati mit dem Cielo das Cabrio nachschob. Das allein machte 36 Verkäufe aus. 2024 brach der Absatz dann schon wieder auf 43 Modelle ein, wobei 25 auf den Open Airler fielen.
Das Problem ist allerdings auch hausgemacht. Maserati produziert den Renner nur in limitierter Auflage. Für die USA sind für 2026 gerade mal 120 (durchnummerierte) Einheiten bestimmt, für Kanada gar nur zehn. Was sich nicht nach viel anhört, ist bereits ein gutes Drittel der gesamten 2026er Produktion. Immerhin hat die Stellantis-Marke mit dem elektrofreien V6 ein USP im Programm. Mehr Leistungsgewicht – 2,33 Kilo pro PS – bietet ebenfalls keiner.
Apropos: Kosten dürfte der Maserati MCPura um die 285.000 Euro. Für den Open Airler MCPura Cielo sind noch mal um die 25.000 Euro extra fällig.
Bilder: Maserati
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