Dodge Viper: Letzte Häutung nach 25 Jahre Gift

Dodge Viper

Gemunkelt wurde es schon, nun folgt die offizielle Bestätigung: Nach 25 Jahren Gift verspritzen wird die legendäre Dodge Viper eingestellt. 2017 wird die Schlange definitiv das letzte Mal gehäutet - Aus und vorbei!

Sportler-Fans dürften bei dieser Nachricht trauern: 2017 stellt Dodge nach 25 Jahren - und einer ersten Pause zwischen 2009 und 2012 - seine Viper ein. Der Sportwagen hat nächstes Jahr ausgedient und nun wohl endgültig. Immerhin wird die legendäre Giftnatter mit einer markanten Edition in den Ruhestand geschickt. Wobei der Rentenstand der Viper eigentlich gar keine Überraschung ist.

Schleppender Verkauf gleich Viper Aus

Trotz dicken Preisnachlässen lockte die Dodge Viper nicht so viele Käufer wie erhofft, weswegen Fiat-Chrysler nach dem Comeback 2012 nun erneut die Reißleine zieht. Zumal der Renner ganz allein einem eigenen kleinen Werk mit 75 Beschäftigten gefertigt wird. Zwischen 1992 und 2016 wurden übrigens rund 30.000 Modelle gebaut, erst in Mack Avenue Plant, ab Mitte der Neunziger in Conner Avenue.

So ganz ohne Nachfolger soll die Viper aber wohl doch nicht verschwinden. Zwar machte FCA-Boss Marchionne nur vage Andeutungen, aber es scheint ein neuer Sportler mit ähnlicher Ausrichtung und sogar nochmals besseren Fahr- und Leistungsdaten denkbar - auf Alfa Romeo- oder Maserati-Architektur. Komplett abwegig ist eine dritte Wiedergeburt der Dodge Viper also nicht. Zum Schluss jedenfalls bekommt die Giftschlange noch mal fünf Sondermodelle, die 25th Anniversary Edition.

Dodge Viper: 5 Sondermodelle zum Schluss

Erstes Sondermodell der Dodge Viper ist die Edition 1:28 ACR, eine Hommage an den 2015 in Laguna Seca von Randy Probst aufgestellten Rundenrekord von 1:28,65. ACR steht natürlich wie üblich für American Club Racer. Lackiert wird die 1:28 ACR in Schwarz, fette rote Rallye-Streifen zieren Front, Dach und Heck. Gedacht für die Rennstrecke ist der Renner zudem mit einem Aeropaket und Carbon-Keramik-Bremsen ausstaffiert. Alle 28 Sondermodelle des 1:28 ACR bekommen den Namen des Besitzers auf die Abdeckplane (in Wagenfarbe) gemalt.

Nummer zwei der Dodge Viper 25th Anniversary Edition ist der GTS-R Commemorative Edition ACR im quasi traditionellen weiß-blau. Wieder sind ein Aero-Paket und Carbon-Keramik-Bremsen enthalten, außerdem eine US-Flagge auf der B-Säule und rote Sicherheitsgurte. Gebaut werden wie schon 1998 nur 100 Einheiten. Sondermodell Nummer drei stellt der ACR VooDoo II - eine erste Sonderausgabe (31 Einheiten) dieses Namens gab es erst 2010 - in graphit-schwarz metallic.

Dodge Viper Snakeskin Edition GTC in giftgrün

Nur 25 Sondermodelle wird es von der vierten Edition geben, der Dodge Viper Snakeskin Edition GTC in giftgrün. Neben typischen SRT-Streifen ist auch dieser Renner mit einem Aero-Paket ausgestattet, außerdem mit einem komplett schwarzen Interieur. Zuletzt legt FCA noch die Dodge Dealer Edition ACR auf, deren 33 Sondermodelle nur an die umsatzstärksten Dodge-Händler gehen - in den Staaten natürlich. Der weiß lackierte Bolide bekommt neben einem dicken blauen Doppelstreifen ebenfalls ein Aeropaket und Carbon-Keramik-Bremsen.

Für Feuer unter der Haube sorgt bei allen Viper Editions der bekannte V10 mit 8,4 Litern Hub und 645 Pferden bei 813 Nm, die selbstredend über die Hinterräder in den Boden gebrannt werden. Neben einer mehrstufigen elektronischen Stabilitätskontrolle ist den Sondermodellen auch ein Vierkanal-ABS eingebaut. Preise sind noch keine bekannt, unter 100.000 Dollar dürfte aber keine Viper Edition kosten.

Bild: Chrysler

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