Stärker ist keiner: Bugatti Chiron in Genf vorgestellt

Stärker ist keiner, zumindest kein Serienrenner. So und nicht anders lautet das Motto, unter welchem Bugatti seinen Veyron-Erben in Genf vorstellt. Der neue Renner heißt bekanntlich Chiron und stemmt wahnwitzige 1.500 PS in den Asphalt.

Bugatti Chiron 2016

Bugatti feiert auf dem Genfer Autosalon (bis 13. März) die Weltpremiere seines brandneuen Chiron, der den bisherigen Veyron 16.4 ablöst. Gegenüber seinem Vorgänger mit bis zu 1.200 PS bei 1.500 Nm legt der Bugatti Chiron wie erwartet noch mal einige Pferde zu und grölt 1.500 PS (1.103 kW) aus seinen bibbernden Endrohren. Beim bekannten 16-Zylinder mit acht Litern Hub und gleich vier Turboladern bleibt es, das maximale Drehmoment klettert auf 1.600 Nm.

Jenseits der 400: Bugatti zeigt neuen Chiron

So befeuert rennt der 1,9-Tonnen-Supersportler aus dem französischen Molsheim (Elsass) in gerade mal 2,5 Sekunden von null auf Tempo 100. Noch irrwitziger klingt die Höchstgeschwindigkeit, denn Schluss mit der Beschleunigung ist erst bei 420 Stundenkilometer. Und da wird der Bugatti Chiron auch noch elektronisch eingebremst, kurzfristig sind 440 km/h drin. Der Tacho reicht sogar bis 500 km/h. Dafür muss der W16 bei Vollgas mit 800 Liter Kühlwasser umspült werden, allerdings wäre dann der Tank (100 l) laut Entwicklungschef Willi Netuschil eh nach acht Minuten restlos leergesoffen.

Wie der Bugatti Veyron 16.4 wird der Chiron nur in limitierter Auflage gebaut, 500 Einheiten sind geplant. Kosten wird der deutsch-französische Carbon-Supersportler 2,4 Millionen Euro und aufwärts, Steuern kommen noch obendrauf. Trotzdem soll bereits ein Drittel der Produktion - also rund 170 Stück - für 250.000 Euro Anzahlung pro Renner vorbestellt sein, die Wartezeit beträgt zwei Jahre. Kein Wunder: Gebaut wird der 4,54 Meter lange und mehr als zwei Meter breite Bugatti Chiron in über zwei Monaten von fünf Mitarbeitern in Handarbeit, pro Jahr entstehen lediglich 50 Modelle. Ausgeliefert werden die ersten Chiron im Herbst 2016.

Bild: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann