IAA 2011: Die automobile Zukunft wird elektrisch

Elektroautos scheinen derzeit der große Hype, prompt zeigt sich bei den ersten Serienmodellen und ebenso Studien das berühmte Aber, denn immer wieder taucht das Wörtchen „wenn“ auf!

Tatsache ist: Elektroautos sind im Kommen, 69 Prozent der Deutschen würden laut der BITKOM einen Stromer kaufen. Wenn denn E-Autos nicht so teuer wären, wenn die Reichweite stimmen würde, wenn die Alltagstauglichkeit gegeben wäre, wenn wenn wenn...

Letzten Endes gibt es aktuell wohl einfach noch zu viele dieser „Wenns“, die Zukunft aber dürfte elektrisch sein, zumindest eine mögliche Alternative. Das große Ziel der Politik, eine Millionen Elektroautos in 2020, scheint jedoch unwahrscheinlich, eine neue Studie von EurotaxSchwacke sieht sogar nur 220.000 Elektromodelle im besagten Jahr voraus. Und selbst hier taucht wieder ein „Wenn“ nach dem anderen auf, wenn nämlich staatliche Förderungen Anreize schaffen, wenn die Technik besser wird, wenn die Akkus billiger werden.

Trotzdem: Auf der IAA Halle vier ist quasi alles voll gestellt mit Elektroautos, egal ob große Autobauer, Studien von Universitäten oder von Zulieferern. BMW zeigt den 2013 kommenden i3 mit 160 km Reichweite, der aufgrund seiner Karbon-Fahrgastzelle aber sicherlich alles andere als billig wird. Die TU München stellt ihren MUTE vor, ein Zweisitzer mit 500 kg Gewicht und 100 km Reichweite. Mia electric präsentiert einen Dreisitzer, der ebenfalls mia heißt und außerdem zwei weitere Versionen (Viersitzer und Kleintransporter) bietet.

Opel hat natürlich seinen Ampera dabei, der Ende 2011 für schlappe 43.000 Euro startet, jedoch kein reines Elektroauto ist, sondern auf einen sogenannten Range Extender baut. Vorteil: Sind die Akkus leer, sorgt ein Benziner (allein als Generator) für frischen Saft und rund 500 Kilometer Reichweite. Volkswagen zeigt seinen VW e-up, der allerdings bereits seit einigen Jahren durch die Messen dieser Welt geistert, immerhin aber 130 km Reichweite bei 135 km/h Spitze ermöglicht.

Mercedes macht auf Opel und zeigt die B-Klasse E-Cell als neue Plus-Version, weil neuerdings mit Range Extender ausgestattet. In punkto Reichweite schlägt E-Klasse prompt den Ampera und kommt auf 600 Kilometer dank einem kleinen Turbo-Benziner - 2014 ist die Serie geplant. Andere Hersteller haben mitunter recht interessante Studien dabei, Audi beispielsweise das urban concept, Volkswagen den NILS, Opel den RAKe...

IAA 2011 Elektroautos
i3, MUTE, Ampera und e-Up (© BMW, TU München, GM Corp., VW)